Kosmetik, Parfum & Co auf Reisen: Mitnehmen, im Duty Free kaufen oder vor Ort?

Kosmetik, Parfum & Co auf Reisen: Mitnehmen, im Duty Free kaufen oder vor Ort?

Kurz vor der Abreise stehen Urlauber immer wieder vor der gleichen Herausforderung. Wie transportiert man seine liebsten Kosmetikprodukte sicher und regelkonform im Flugzeug? Was ins Handgepäck darf, was besser in den Koffer gehört und welche Zollregeln bei der Rückreise zu beachten sind, ist nicht immer auf den ersten Blick klar.

Trotzdem spart es einige Nerven und Zeit, sich einen Überblick über allgemeine Flüssigkeitsvorgaben zu verschaffen. Sparfüchse sollten außerdem lohnende Duty-Free-Angebote und praktische Spartipps kennen.

Kosmetik und Parfum in Reisegröße passen perfekt ins Handgepäck

Vor jeder Reise mit dem Flugzeug lohnt sich ein zweiter Blick auf die Vorgaben für das Handgepäck. Die EU-Regeln für Flüssigkeiten sind hier ziemlich streng. Alle Kosmetikprodukte müssen in einzelnen Behältern stecken, die maximal 100 Milliliter fassen.

Alle flüssigen Kosmetikprodukte wie Lipgloss, flüssiger Eyeliner oder Parfums kommen gemeinsam in einen durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel. Pro Person ist nur ein Beutel mit einem Liter Volumen erlaubt. Den kontrolliert man bei der Sicherheitskontrolle übrigens extra.

Es spielt keine Rolle, ob die einzelnen Behälter noch voll sind oder nur zur Hälfte. Entscheidend ist das maximale Fassungsvermögen. Was nicht hineinpasst, bleibt am Flughafen zurück. Um sicherzugehen, dass alle Lieblingsprodukte bei der Ankunft verfügbar sind, sind Kosmetikprodukte und Parfums in Reisegrößen praktisch. Mit ihnen kann man den begrenzten Platz optimal ausnutzen.

Etwas lockerer sieht es im Aufgabegepäck aus. Dort dürfen Flüssigkeiten wie Duschgel oder Bodylotions auch in größeren Flaschen mit bis zu 500 Millilitern verstaut sein, solange die Gesamtmenge unter zwei Kilogramm bleibt. Hier besteht aber das Risiko, dass das Gepäck verspätet eintrifft.

Glasflakons sollten gut mit Socken oder in einem Handtuch gepolstert werden, um einen Bruch zu vermeiden. Dass ein Parfum nur halbvoll ist, rettet es im Handgepäck nicht, wenn die Originalverpackung über 100 Milliliter fasst.

Duty-Free-Shopping auf Reisen lohnt sich nicht immer

Parfüm, Kosmetik oder Alkohol ganz ohne Steueraufschläge und direkt am Flughafen einzukaufen, klingt verlockend. Solche steuerfreien Produkte gibt es jedoch nur dann, wenn man in ein Land außerhalb der EU reist.

Wer innerhalb der EU unterwegs ist, findet stattdessen Travel-Value-Shops. Diese ähneln optisch den Duty-Free-Bereichen, verkaufen aber regulär versteuerte Ware, wie z.B. ein Sol de Janeiro Set. Echte Schnäppchen bleiben dort meistens aus.

Ein genauer Preisvergleich lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Ein Flakon Calvin Klein Eternity wurde zum Beispiel im Shop am Flughafen für 54 Euro angeboten. Im Netz gibt es denselben Duft schon für rund 20 Euro. Der Unterschied liegt bei über 60 Prozent.

Auch Recherchen von ARD Marktcheck und der Stiftung Warentest zeigen, dass steuerfrei nicht automatisch günstig heißt. Teilweise kosten Markenartikel bis zu 50 Euro mehr.

Aufgepasst heißt es auch bei Zwischenstopps in Drittstaaten wie der USA oder der Türkei. Wer dort Duty-Free einkauft und weiterfliegt, muss Flüssigkeiten in extra versiegelten Plastikbeuteln samt Bon, sogenannte STEBs, mitnehmen. Nur so kommt man durch die nächste Sicherheitskontrolle.

Größere Parfümflaschen sind zwar erlaubt, weil die 100-ml-Grenze hier ausnahmsweise entfällt. Trotzdem gelten bei der Rückreise nach Deutschland ganz normale Zollfreigrenzen.

Regeln für das Mitbringen von Beauty-Produkten aus dem EU-Ausland

In Ländern wie den USA oder Südkorea gehört für viele Reisende ein Abstecher in Beauty-Drogerien beim Shoppen im Urlaub dazu. Die Regale sind prall gefüllt, Preise oft günstiger als daheim. Auf der Suche nach neuen Produkten oder internationalen Marken wird man schnell fündig. Aber auch hierfür sind Regeln zu beachten.

Bei der Rückreise aus Nicht-EU-Ländern greifen die üblichen Zollfreimengen. Pro Person dürfen höchstens 50 Milliliter Parfum oder 250 Milliliter Eau de Toilette zollfrei mitgebracht werden. Wer darüber liegt, muss das anmelden und gegebenenfalls Zoll zahlen. Besonders bei teurem Designerduft kann das schnell ordentlich ins Geld gehen.

Entscheidend ist also, wie viel Spielraum im Koffer bleibt und ob man bereit ist, beim Zoll eventuell draufzuzahlen. Um Ärger zu vermeiden, lohnt sich in jedem Fall ein Blick auf die aktuellen Einfuhrbestimmungen für Deutschland.