„Wir müssen keine Konzern-Quoten erfüllen, sondern Kundenwünsche“ – Matthias Volprich über den Vorteil der Unabhängigkeit im Autohandel

„Wir müssen keine Konzern-Quoten erfüllen, sondern Kundenwünsche“ – Matthias Volprich über den Vorteil der Unabhängigkeit im Autohandel

Görlitz. Wer heute ein Auto sucht, steht oft vor einer riesigen Auswahl und noch mehr Fragen. Welcher Hersteller baut die zuverlässigsten Kombis? Lohnt sich der Aufpreis für die Premiummarke wirklich? Und wer wartet mein Auto, wenn die Garantie abgelaufen ist?

Während Vertragshändler oft an die Vorgaben ihrer Hersteller gebunden sind, geht man bei der M.V.FineCars – Matthias Volprich GmbH einen anderen Weg. Das Unternehmen setzt auf strikte Markenunabhängigkeit. Wir sprachen mit Geschäftsführer Matthias Volprich darüber, warum Neutralität der beste Schutz vor Fehlkäufen ist und warum eine eigene Werkstatt das Rückgrat eines jeden seriösen Händlers sein sollte.

Redaktion: Herr Volprich, Sie sind seit 1996 in der Automobilbranche tätig. In dieser Zeit hat sich der Markt extrem ausdifferenziert. Es gibt mehr Marken und Modelle als je zuvor. Ist es für einen Kunden heute schwieriger geworden, das richtige Auto zu finden?

Matthias Volprich: Eindeutig ja. Das Angebot ist riesig und für den Laien oft undurchsichtig. Früher gab es den Golf, den Astra und vielleicht noch drei andere Alternativen. Heute hat jeder Hersteller zig Nischenmodelle, SUVs, Crossover und verschiedene Antriebe. Die Kunden sind oft überfordert. Sie kommen mit einer vagen Vorstellung zu uns und brauchen jemanden, der das sortiert. Genau das ist unsere Aufgabe. Wir sind keine reinen Verkäufer, sondern eher Lotsen im Dschungel der Möglichkeiten.

Redaktion: Sie sprechen die Rolle des Lotsen an. Sie sind ein freier Händler und an keine Marke gebunden. Ist das Ihr entscheidender Vorteil gegenüber großen Autohaus-Ketten?

Matthias Volprich: Das ist unser größtes Asset. Ein Vertragshändler muss Ihnen das verkaufen, was er auf dem Hof stehen hat und was die Konzernzentrale gerade pushen will. Wenn Sie dort nach einem Kleinwagen suchen, wird er Ihnen immer sein Modell als das Beste anpreisen, auch wenn der Konkurrent vielleicht das bessere Auto baut. Wir haben diesen Zwang nicht. Wir können völlig objektiv sagen: „Schauen Sie mal, für Ihr Budget und Ihre Fahrstrecke wäre Modell A besser als Modell B, auch wenn Modell B vielleicht schicker aussieht.“ Diese Ehrlichkeit spart dem Kunden am Ende Geld und Ärger.

Redaktion: Aber bedeutet diese Vielfalt nicht auch eine enorme Herausforderung für Ihre Werkstatt? Wie kann man alle Marken beherrschen?

Matthias Volprich: Das ist natürlich anspruchsvoll, aber genau dafür haben wir investiert. Wir leisten uns eine eigene Meisterwerkstatt mit sechs fest angestellten Mitarbeitern. Das ist für einen freien Händler eine ungewöhnlich große Personaldecke. Aber nur so können wir die technische Breite abdecken. Unsere Leute müssen fit sein, egal ob da ein VW, ein BMW oder ein Japaner auf der Bühne steht. Wir prüfen jedes Fahrzeug, das wir ankaufen, auf Herz und Nieren. Ohne diese eigene Werkstattkompetenz könnte ich mein Qualitätsversprechen gar nicht halten.

Redaktion: Lassen Sie uns über Geld reden. Ihr Kernsegment liegt bei Fahrzeugen bis 20.000 Euro. Ist das die „Brot-und-Butter“-Klasse hier in Görlitz?

Matthias Volprich: Ja, absolut. Das ist der Bereich, in dem sich das normale Leben abspielt. Die Familie braucht einen zuverlässigen Kombi, der Pendler einen sparsamen Diesel. In diesem Preissegment bis 20.000 Euro muss das Preis-Leistungs-Verhältnis extrem gut sein, weil das für die Menschen hier viel Geld ist. Aber wir sind da nicht limitiert. Wir bedienen auch das Premiumsegment. Wenn jemand einen speziellen SUV oder eine Sportlimousine für 50.000 oder 60.000 Euro sucht, dann besorgen wir das. Auch da gilt: Wir prüfen vorher, ob das Auto sein Geld wert ist.

„Ein Vertragshändler verkauft Ihnen das Auto, das er verkaufen muss. Wir verkaufen Ihnen das Auto, das Sie wirklich brauchen. Das ist der Unterschied zwischen Verkaufsdruck und echter Beratung.“

Redaktion: Sie sind in der Region stark verwurzelt. Würden Sie sagen, dass der Autokauf in Ostsachsen noch persönlicher abläuft als in Großstädten?

Matthias Volprich: Definitiv. Hier in Görlitz, Kodersdorf oder Markersdorf kennt man sich. Wir sind keine anonyme Nummer im Internet. Wenn ich morgens zum Bäcker gehe, treffe ich meine Kunden. Das schafft eine ganz andere Verbindlichkeit. Ich kann es mir schlicht nicht leisten, schlechte Arbeit abzuliefern. Deshalb liegt unser Fokus auch ganz klar auf einem Radius von etwa 100 Kilometern um unseren Standort. Wir wollen greifbar sein. Wenn mal ein Lämpchen leuchtet oder ein Reifen platt ist, soll der Kunde kurz vorbeikommen können. Das „Full Service Paket“, das wir bieten, funktioniert nur über Nähe.

Redaktion: Viele Händler verlagern ihr Geschäft komplett ins Internet und sparen sich teure Standorte. Ist das für Sie ein Modell der Zukunft?

Matthias Volprich: Für uns nicht. Das Internet ist wichtig für die Suche – die Leute liegen abends im Bett und suchen auf Mobile oder Autoscout. Da müssen wir präsent sein. Aber der Abschluss, das Vertrauen, das passiert von Mensch zu Mensch. Ein Auto ist ein technisches Produkt, das muss man anfassen, das muss gewartet werden. Ein reiner Online-Händler kann Ihnen vielleicht einen billigen Preis machen, aber er kann Ihnen nicht helfen, wenn der Wagen am Samstagmorgen nicht anspringt. Wir sind Handwerker und Kaufleute zugleich. Diese Kombination wird immer gebraucht werden, egal wie digital die Welt wird.

Redaktion: Herr Volprich, wir danken Ihnen für das Gespräch.


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