Es gibt Branchen, die sind zyklisch, denn sie hängen am Tropf der Weltwirtschaft, brechen ein, wenn die Zinsen steigen, und blühen auf, wenn der Konsum brummt. Und dann gibt es Branchen, die immer laufen müssen, weil sie die Grundbedürfnisse des Menschen decken, denn gegessen und getrunken wird immer.
Die Nahrungsmittelindustrie ist einer der stabilsten, aber gleichzeitig auch einer der risikoreichsten Sektoren unserer Wirtschaft, wobei es in Sachsen und speziell im Großraum Dresden eine Vielzahl von Unternehmen gibt, die in diesem Bereich tätig sind – von der großen Fleischerei, die regionale Spezialitäten herstellt, bis hin zum industriellen Zulieferer, der die Verpackungen für die Discounter-Regale produziert.
Doch diese Stabilität trügt, denn der Druck in der Lebensmittelproduktion ist enorm, da die Margen oft eng kalkuliert, die Hygienevorschriften streng und die Lieferketten so just-in-time getaktet sind, dass jede Störung sofortige finanzielle Folgen hat. Wenn in einer Autofabrik das Band für eine Stunde steht, ist das teuer, aber wenn in einer Wurstfabrik die Kühlung ausfällt oder die Verpackungsmaschine streikt, ist die Ware verdorben und muss vernichtet werden. Jürgen Brandt, Generalagent der Ergo in Dresden, hat sich intensiv in die Prozesse dieser „Grundversorgungs-Industrie“ eingearbeitet, und er weiß, dass hier Standard-Policen versagen, weil sie die spezifischen Verderb- und Haftungsrisiken nicht abbilden.
Die drei Säulen der Beständigkeit: Nahrung, Sanitär und Sicherheit
Jürgen Brandt ist ein Mann der klaren Worte, der Märkte nicht nach theoretischen Modellen analysiert, sondern nach dem, was er im täglichen Leben sieht. Seine Strategie, sich auf krisenfeste Branchen zu konzentrieren, basiert auf einer einfachen, aber treffenden Beobachtung menschlicher Bedürfnisse, denn es sind die Dinge, auf die wir nicht verzichten können, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten funktionieren. Dazu gehören neben der Nahrungsmittelproduktion auch das Sanitärhandwerk und die Sicherheitsbranche, denn wer heute ein Haus baut oder saniert, braucht eine funktionierende Wasserinstallation, wer Werte hat, muss sie schützen, und wer leben will, muss essen.
„Es gibt Bereiche, die laufen einfach immer: Nahrung, Hygiene und Sicherheit. Egal wie die Wirtschaft gerade steht, gegessen wird immer, und Sanitäranlagen werden immer gebraucht. Genau deshalb sind diese Branchen für uns so interessant, weil dort immer produziert wird.“
Diese Branchen eint ein Merkmal, nämlich dass sie systemrelevant sind, doch Systemrelevanz bedeutet auch, dass ein Ausfall nicht tolerierbar ist. Ein Sanitärbetrieb, der aufgrund eines Einbruchs sein Spezialwerkzeug verliert, kann seine Baustellen nicht bedienen und riskiert Vertragsstrafen, während ein Sicherheitsdienst, der aufgrund eines Haftpflichtschadens seine Lizenz verliert, vom Markt ist. Doch am deutlichsten wird dieses Risiko in der Nahrungsmittelindustrie, wo biologische, chemische und technische Risiken ineinandergreifen, weshalb Jürgen Brandt es sich zur Aufgabe gemacht hat, genau diese Schnittstellen zu identifizieren und abzusichern.
Vom Hühnchen bis zur Plastikschale: Die Kette darf nicht reißen
Ein Beispiel, das Jürgen Brandt in Beratungsgesprächen oft anführt, ist die Abhängigkeit der Produzenten voneinander, wie etwa bei einem Zulieferer, der Kunststoffschalen für Geflügelprodukte herstellt. Auf den ersten Blick ist das ein unspektakulärer Produktionsbetrieb, doch wenn man genauer hinsieht, ist dieser Betrieb das Nadelöhr für den Abnehmer, etwa eine große Handelskette wie Netto oder einen Fleischkonzern. Wenn die Maschine, die diese Schalen tiefzieht, ausfällt, kann der Fleischproduzent seine Ware nicht verpacken, und obwohl das Hühnchenfleisch da ist, kann es nicht ausgeliefert werden, wodurch innerhalb kürzester Zeit tonnenweise Ware verdirbt.
Die Frage, wer diesen Schaden zahlt – ob die Betriebshaftpflicht des Verpackungsherstellers oder die Ertragsausfallversicherung des Fleischers – ist komplex, ebenso wie die Frage nach dem Regress, den der Supermarkt fordert, weil die Regale leer bleiben. Jürgen Brandt nutzt hier die Expertise der Ergo im Bereich der technischen Versicherungen, um Deckungskonzepte zu erstellen, die genau diese Kette abbilden, indem er sich die Verträge seiner Kunden mit deren Abnehmern anschaut und prüft, wo die Haftung beginnt und wo sie endet, denn oft wird das Risiko einfach vom Großen auf den Kleinen abgewälzt.
Rückrufaktionen: Der Albtraum jedes Produzenten
Ein weiteres Damoklesschwert, das über jedem Lebensmittelproduzenten schwebt, ist der Rückruf, sei es durch einen Metallsplitter im Teig, eine falsche Etikettierung der Allergene oder eine mikrobiologische Verunreinigung durch Listerien – die Gründe sind vielfältig, die Folgen immer gleich: Die Ware muss aus dem Handel genommen werden. Das kostet nicht nur Geld für Logistik und Vernichtung, sondern ruiniert im schlimmsten Fall den Ruf der Marke für Jahre.
Jürgen Brandt weist darauf hin, dass die Kosten für einen Rückruf oft die Substanz eines Mittelständlers übersteigen, weshalb finanzielle Power gefragt ist. Durch die Anbindung an die Munich Re kann Brandt Deckungssummen anbieten, die auch große Rückrufaktionen abfedern, wobei es nicht nur um die Erstattung der Warenwerte geht, sondern auch um Krisenmanagement, wie etwa die Kommunikation des Rückrufs, ohne dass die Kunden das Vertrauen verlieren.
Hygiene und Technik: Wenn die Kühlung versagt
Neben den großen Skandalen sind es oft die kleinen technischen Defekte, die den Alltag in der Nahrungsmittelbranche bedrohen, da eine Kühlkette niemals unterbrochen werden darf. Fällt in einem Kühlhaus das Aggregat aus, tickt die Uhr, und da moderne Anlagen oft mit Ammoniak betrieben werden, stellt dies ein eigenes Risiko dar, sollte es zu einem Leck kommen.
Jürgen Brandt berät hier sehr technisch, da er versteht, dass eine Versicherung für ein Kühlhaus anders aussehen muss als für eine Lagerhalle mit Stahlträgern, denn es geht um die Ware, die darin liegt. Er hinterfragt, ob sie saisonabhängig ist, wie schnell Ersatz beschafft werden kann und wie hoch der Wert zu Spitzenzeiten ist. Brandt sensibilisiert seine Kunden dafür, dass Wartung und Versicherung Hand in Hand gehen müssen, denn wer seine Anlagen nicht wartet, riskiert den Versicherungsschutz, wer aber trotz bester Wartung einen Ausfall hat, braucht einen Partner, der sofort reguliert. Hier kommt wieder die Regulierungsvollmacht der Agentur ins Spiel, da Brandt im Ernstfall schnell entscheiden und Gelder freigeben kann, um den Schaden zu minimieren.
Sanitär und Sicherheit: Die vergessenen Riesen
Nicht nur die Nahrungsmittelindustrie, auch das Sanitärhandwerk und die Sicherheitsbranche stehen im Fokus von Jürgen Brandts Gewerbestrategie. Im Sanitärbereich sind es oft Wasserschäden, die durch fehlerhafte Installationen entstehen und immense Kosten verursachen, da ein undichtes Rohr in einem Hochhaus Schäden in Millionenhöhe an der Bausubstanz verursachen kann. Für den installierenden Betrieb ist eine leistungsstarke Betriebshaftpflicht überlebenswichtig, während im Sicherheitsgewerbe, das in Zeiten geopolitischer Unruhen boomt, die Risiken anders gelagert sind. Ob es um den Schutz von Flüchtlingsunterkünften oder die Bewachung von Industrieanlagen geht – Sicherheitsfirmen tragen eine enorme Verantwortung.
In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Sicherheitsdienstleistern massiv zugenommen. Die Auftragsbücher sind voll, doch wo viel Verantwortung übernommen wird, wachsen auch die Haftungsrisiken. Fehlverhalten von Mitarbeitern, Schlüsselverlust oder das Versagen von Alarmtechnik müssen abgesichert sein. Brandt kennt die spezifischen Anforderungen dieser Branche genau und weiß, worauf es ankommt. Er bietet Konzepte, die speziell auf die Bewachungserlaubnisverordnung abgestimmt sind und den Unternehmer vor dem Ruin schützen, wenn ein Mitarbeiter einen Fehler macht.
Ein Partner für die „echte“ Wirtschaft
Jürgen Brandt positioniert sich mit dieser klaren Ausrichtung auf Nahrung, Sanitär und Sicherheit als Partner der „Realwirtschaft“, da er nicht das schnelle Geschäft mit virtuellen Produkten sucht, sondern die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die etwas herstellen, bauen oder schützen. Er versteht die Sprache dieser Unternehmer, und wenn ein Fleischermeister ihm erklärt, warum der Cutter das Herzstück der Wurstküche ist, dann hört Brandt zu und übersetzt das technische Risiko in ein Versicherungskonzept.
Er weiß, dass diese Branchen keine klassischen Bürozeiten kennen, da oft nachts oder am Wochenende produziert wird. Deshalb ist seine Erreichbarkeit und die seines Teams darauf abgestimmt, denn ein Schaden am Samstagmorgen in der Backstube kann nicht bis Montag warten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Unternehmen in der Nahrungsmittel- und Produktionsbranche ein Risikoprofil haben, das weit über den Standard hinausgeht, weshalb Jürgen Brandt mit seiner Ergo-Agentur in Dresden genau diese Spezialisierung bietet.
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