Wer auf der Suche nach zuverlässiger Hardware für den Alltag ist, wirft beim Thema E-Zigaretten unweigerlich einen Blick auf die genauen Spezifikationen. Kompakte Pod-Systeme haben die großen, oft sehr klobigen Akkuträger auf vielen Schreibtischen längst abgelöst. Sie nehmen wenig Platz weg, sind wartungsarm und lassen sich schnell über einen USB-C-Anschluss aufladen. Besonders vor dem PC-Monitor oder unterwegs kommt es auf handliche Maße und eine saubere Verarbeitung an. Mit der Caliburn G4 und ihrem größeren Schwestermodell, der Caliburn G4 Pro, stehen zwei aktuelle Geräte zur Auswahl, die auf den ersten Blick ähnlich wirken, sich unter der Haube aber beim Chip und der Akkutechnik deutlich unterscheiden. Ein genauer Blick auf die verbauten Zellen, die Displays und die Steuerungsmöglichkeiten zeigt, welches Modell im täglichen Einsatz die besseren Argumente liefert.
Design und Bedienkonzept: Klassisches Display oder riesiger Touchscreen?
Die äußere Erscheinung und die verbauten Materialien bestimmen maßgeblich, wie praxistauglich ein Gerät in der Hosentasche oder auf dem Gaming-Tisch ist. Beide Modelle setzen auf ein sehr robustes Gehäuse aus einer kratzfesten Aluminiumlegierung. Die Standardausführung, die Caliburn G4, bleibt dem bewährten, schlanken Stick-Format treu. Sie misst 115,9 × 29,0 × 16,6 Millimeter und bringt rund 55 Gramm auf die Waage, was sie im Alltag extrem leicht macht. An der Front ist ein 0,85 Zoll großes HD-Farbdisplay verbaut, das die wichtigsten Systemparameter wie den Akkustand, die aktuell eingestellte Leistung und den exakten Widerstand der Coil anzeigt. Die Bedienung erfolgt dabei klassisch über einen Multifunktions-Feuertaster an der Seite, mit dem sich das System auch sperren lässt.
Das Pro-Modell wählt einen komplett anderen, deutlich massiveren Ansatz. Wer sich die Caliburn G4 Pro ansieht, bemerkt sofort das 2,51 Zoll große Touchscreen-Display, das nahezu die gesamte Vorderseite einnimmt. Das Gewicht steigt dadurch auf 78 Gramm, und die Maße wachsen auf 121 × 30 × 19 Millimeter an. Der Touchscreen ersetzt die herkömmlichen Tastenkombinationen, die man sonst von solchen Geräten kennt. Einstellungen wie das Verändern der Wattzahl oder der Wechsel der Benutzeroberfläche erfolgen durch einfaches Wischen und Tippen direkt auf dem kratzfesten Glas. Dieser Ansatz richtet sich klar an technikaffine Nutzer, die ihr Gadget optisch anpassen wollen und gerne direkt auf einem Bildschirm durch detaillierte Menüs navigieren.
Akkukapazität und Ladetechnik im direkten Vergleich
Ein leeres Gerät ist nutzlos, daher ist die Akkukapazität ein zentraler Faktor bei der Bewertung mobiler Hardware. Die normale Caliburn G4 ist mit einem fest verbauten 1300 mAh starken Akku ausgestattet. Für ein Gerät dieser kompakten Bauform ist das ein solider Wert, der bei durchschnittlicher Nutzung und einer moderaten Leistungseinstellung problemlos über einen langen Tag reicht. Beide Modelle liefern eine maximale Ausgangsleistung von exakt 35 Watt.
Wer sehr lange Sessions am Rechner plant oder sein Gerät schlichtweg seltener an das Stromnetz anschließen möchte, findet in der Caliburn G4 Pro den ausdauernderen Begleiter. Hier hat der Hersteller eine Zelle mit einer großen Kapazität von 1800 mAh verbaut. Dieser spürbare Zuwachs an Reserven kompensiert den messbar höheren Stromverbrauch des großen Touchscreens und bietet in der Regel dennoch eine längere Gesamtlaufzeit. Beide Pod-Systeme nutzen einen aktuellen USB-C-Anschluss an der Unterseite und unterstützen schnelles Laden mit 5 Volt und 2 Ampere (5V/2A). Das bedeutet in der Praxis sehr kurze Ladezeiten, sodass die Hardware nach einer Pause am Rechner oder an einer starken Powerbank zügig wieder die volle Kapazität erreicht.
Smarte Features und Leistungsabgabe: Was bringen die neuen Modi?
Die Elektronik im Inneren regelt, wie konstant und präzise die Leistung an den Verdampferkopf abgegeben wird. Beide Systeme sind mit integrierten Sensoren ausgestattet, die eine zuverlässige Zugautomatik ermöglichen. Bei der Caliburn G4 arbeitet der Chip mit zwei spezifischen Betriebsmodi. Der sogenannte Storm Mode schickt direkt beim ersten Unterdruck am Mundstück die volle eingestellte Leistung an die Coil, was für ein sofortiges und sehr kräftiges Ansprechverhalten sorgt. Alternativ steht der Waves Mode zur Verfügung. Dieser Modus reguliert die Leistungskurve etwas sanfter und baut die Hitze über die Zugdauer gleichmäßiger auf.
Das Pro-Modell erweitert diese Funktionen deutlich. Neben den Standardmodi bietet das Betriebssystem hier einen Custom Mode. Über den Touchscreen können Nutzer die exakte Wattzahl für den Start, die Mitte und das Ende eines einzelnen Zuges definieren. Solche feingranularen Leistungskurven kannte man bisher fast ausschließlich von hochpreisigen Akkuträgern mit eigener Firmware. Zusätzlich protokolliert die Software das Nutzungsverhalten exakt mit. Der integrierte Puff-Counter zählt nicht nur die Züge, sondern schaltet beim Erreichen festgelegter Meilensteine neue UI-Animationen für das Display frei. Das System unterstützt acht verschiedene Systemsprachen und erlaubt es zudem, die Bildschirmanzeige des Geräts über eine kleine digitale Tastatur individuell anzupassen.
Kompatibilität und Pod-System: Wie schlagen sich die GPP-Kartuschen im Alltag?
Die Leistung des Akkus und die Features des Chips bringen keinen Nutzen, wenn das System, das die Flüssigkeit verdampft, nicht absolut zuverlässig arbeitet. Beide Modelle setzen auf die neu entwickelten GPP-Kartuschen (G Pod Platform) von Uwell. Diese Pods fassen genau 3 Milliliter Liquid und nutzen ein durchdachtes Side-Fill-System. Eine kleine Silikonlasche an der Seite wird aufgezogen, um den Tank nachzufüllen. Der klare Vorteil bei dieser Konstruktion ist, dass der Pod während des Befüllens nicht zwingend aus dem Akkuträger gezogen werden muss, was den Vorgang deutlich vereinfacht. Um ein Auslaufen der Flüssigkeit in die Elektronik zu verhindern, sind die Kartuschen mit einer Ultraschallschweißtechnik und einem speziellen U-förmigen Luftkanal abgedichtet.
Der Zugwiderstand lässt sich bei beiden Varianten über einen physischen Schieberegler an der Außenseite des Aluminiumgehäuses mechanisch anpassen. Das System deckt damit den Bereich für einen strengen, zigarettenähnlichen Zug (MTL) sowie für einen offeneren, direkten Zug in die Lunge (RDL) sehr präzise ab. Die GPP-Pods sind mit fest verbauten Coils in verschiedenen Widerständen erhältlich, darunter 0,4 Ohm für maximale Wattzahlen und 0,9 Ohm oder 1,2 Ohm für deutlich niedrigere Leistungen. Ein sehr wichtiges Detail für Nutzer, die ihre Hardware aufrüsten: Das Pro-Modell ist vollständig rückwärtskompatibel. Wer noch ältere Kartuschen der G3-Serie zu Hause in der Schublade hat, kann diese problemlos in dem neuen Touchscreen-Gerät weiterverwenden. Beide Systeme verfügen zudem über ein gut sichtbares Fenster an der Oberseite, durch das sich der aktuelle Füllstand des Tanks ablesen lässt, ohne das Gerät zerlegen zu müssen. Dies schützt die innenliegende Watte effektiv vor einem vorzeitigen Verschleiß durch Trockenlaufen.